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Alle hier beschriebenen Diagnose- oder Therapieverfahren zählen zur so genannten Alternativmedizin. Sie werden von der Schulmedizin nicht anerkannt und auch nicht an medizinischen Hochschulen gelehrt. Die in den einzelnen Texten angegebenen Empfehlungen für die Behandlung von Krankheiten, Leiden oder anderen Gesundheitsstörungen beruhen auf der Erfahrung in der Praxis bzw. der naturheilkundlichen Fachliteratur zu den einzelnen Diagnose- oder Behandlungsverfahren!

Amalgam wird seit über 100 Jahren in der Zahnheilkunde als Füllungsmaterial verwendet. Der Hauptbestandteil von Amalgam ist Quecksilber, daneben sind noch Silber, Kupfer, Zink und Zinn enthalten. Das giftigste Potential wird jedoch dem Quecksilber zugeschrieben. Quecksilber aus Amalgamfüllungen kann auf unterschiedliche Art und Weise in den Körper gelangen:
- Direkter Übergang aus der Füllung in den Restzahn und den angrenzenden  Kieferknochen;
- Quecksilberabdampfungen aus frischen Füllungen;
- Abrieb von Amalgam beim Kauen und Beißen;
- Amalgamstäube beim Aufbohren alter Amalgamfüllungen;

Nicht alle Menschen sind von Amalgamschädigungen gleichermaßen betroffen. Dies liegt an verschiedenen Gründen. Zum Einen entstehen Schädigungen schleichend und die daraus resultierenden Krankheitsbilder werden nicht immer mit dem Quecksilber in Beziehung gebracht. Ein anderer Grund ist, dass die Mensche konstitutionell unterschiedlich stabil sind und unterschiedlich ausscheiden. Ein dritter Grund mag sein, dass es einen Unterschied macht, wie viele Belastungen ein Organismus ausgesetzt ist. Neben dem Quecksilber aus Amalgamfüllungen gibt es selbstverständlich noch zahllose andere Faktoren, die sich ebenfalls destabilisierend auf den Menschen auswirken könne, z.B. Stress, Vitalstoffdefizite, andere Umweltgifte usw. Wichtig zu wissen ist auch, dass Quecksilber die schützende Blut-Hirn-Schranke überwinden und direkt im Gehirn Schaden anrichten kann.

Nach einmaligem Zähneputzen mit einer handelsüblichen Zahnpasta steigt die Quecksilberkonzentration im Mund um das bis zu 7-fache an. Eine Reduzierung auf den Anfangswert tritt erst nach 1 bis 2,5 Stunden ein. Bei 2 bis 3-maligem Zähneputzen liegt die Quecksilberdampfexposition zwischen 2 bis 7,5 Stunden / Tag. Auch intensives Kaugummikauen setzt Quecksilber in gesundheitsgefährdenden Dosen frei. Beim Bruxismus (nächtlichem Zähne-
knirschen) muss von einer 5 bis 20-fach höheren Quecksilberaufnahme im Körper ausgegangen werden. (Untersuchung durch die Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin GZM.)

Folgende Symptome bzw. Krankheitsbilder werden in der Literatur bei chronischen Belastungen mit Quecksilber beschrieben:
- Verlust von Appetit und Gewicht
- Zahnfleischentzündungen
- Lockere Zähne
- Verringertes Schmerzgefühl
- Hauterkrankungen, Hautjucken, Ekzeme
- Metallischer Mundgeschmack
- Erhöhte Speichelsekretion
- Bluthochdruck
- Kopfschmerz und Migräne
- Psychische Veränderungen, z.B. Hyperaktivität/ ADS, Depressionen, Irritierbarkeit, Energielosigkeit, Halluzinationen, Psychosen
- Asthma bronchiale
- Allergien und andere immunologische Störungen
- Zittern

Nicht immer sind Amalgamfüllungen an chronischen Quecksilberbelastungen Schuld bzw. alleine Schuld. Die folgende Tabelle zeigt Ihnen weitere mögliche Quecksilberquellen:

Nahrungsmittel
Seefisch / Meeresfrüchte
Getreide
Kartoffeln
Speisepilze

Industrie/Umwelt
Bergwerke
Chlorherstellung
Druckerschwärze
Anti-Pilzmittel (Getreide, Wiesen, Bäume)
Gerbereien
Holzschutzmittel
Industrieabwässer
Klärschlamm
Filter von Klimaanlagen
Chemische Labors
Lichtdruckverfahren
Müllverbrennungsanlage
Herstellung von Neonröhren
Herstellung von Papier
Herstellung von Spiegel
Stoffdruckerei
Herstellung von Tinte

Andere                                                                                   Krematorium
Vulkanausbrüche
Arbeit in der Zahnarztpraxis

Gebrauchsgegenstände
Zerbrochene bzw. undichte Barometer bzw. alte Fieberthermometer
Batterien
Bleichcreme
Bodenwachs, Bodenpolitur
Manche Desinfektionsmittel
Manche Farben
Filz
Manche Heftpflaster
Manche Keramik
Manche Konservierungsmittel, z.B. von Augentropfen, Kontaktlinseflüssigkeit, Nasentropfen
Manche Kosmetika
Lederfärbemittel
Manche Medikamente
Porzellanmalfarben
Gebeiztes Saatgut
Tätowierfarbe

Diagnose einer Belastung mit Quecksilber
Die Blutspiegel von Quecksilber sind nicht immer sehr aussagefähig, da Quecksilber – außer bei akuten Vergiftungen – in den Geweben gespeichert wird. Es hat eine besondere Affinität zu den Schleimhäuten des Magen-Darm-Trakts, der Haut, den Haaren, Speichel- und Schweißdrüsen,  Schilddrüse, Leber, Bauchspeicheldrüse, Nieren, Hoden, Prostata und Gehirn. Am längsten Nachweisbar bleibt Quecksilber im Gehirn, den Hoden, den Nieren und den Haaren. Schulmedizinisch werden – wenn überhaupt – nur der aktuelle Blutspiegel untersucht und eine Allergie gegen Quecksilber. Hierzu muss gesagt werden, dass augenblicklich nur eine ganz bestimmte Form von Allergie untersucht wird. Diese bestimmte Form heißt Typ I / IgE-vermittelte Form. Aus meiner Praxis kann ich sagen, dass nur eine geringe Zahl an Betroffenen an einer solchen Art von Quecksilberallergie leidet. Es gibt aber andere Möglichkeiten einer Quecksilberallergie, z.B. durch die Sensibilisierung spezifischer Abwehrzellen, welche bei Amalgamunverträglichkeit vorliegen kann. Diese Form der Allergie wird Typ IV/ T-Zell vermittelte Allergie genannt. Solche spezifischen immunologischen Untersuchungen werden in meiner Praxis angeboten.

Abrieb von Quecksilber aus Amalgamfüllungen
Falls der Verdacht besteht, dass sich Quecksilber aus Zahnfüllungen abreibt, dann kann dies mithilfe des sogenannten Kaugummi-Tests genauer untersucht werden. Zu diesem Zweck werden verschiedene Speichelproben vor und nach dem intensiven Kauen eines speziellen Laborkaugummis abgegeben.

Belastung mit Quecksilber in den Geweben
Da Quecksilber in den Geweben vorliegt, ist ein handelsüblicher Bluttest nicht unbedingt sehr aussagekräftig. Nach meiner Erfahrung ist die Haar-Mineral-Analyse sicherer, allerdings können sich hier Fehlerquellen einstellen, z.B. durch die jeweils benutzten Haarpflegemittel.  Eine andere Möglichkeit ist die Mobilisierung von Quecksilber aus dem Gewebe. Dies kann mittels geeigneter Chelatbildner vorgenommen werden. Chelatbildner sind chemische Substanzen, die eine Affinität zu bestimmten Elementen haben, mit diesen im Körper schwer lösliche Verbindungen eingehen, die dann über den Urin ausgeschieden werden. Nach meiner Erfahrung ist es außerordentlich wichtig, welche Art von Chelatbildner für die jeweilige Zielsubstanz eingesetzt wird. Bei MS-Patienten geht es beispielsweise darum, Quecksilber aus dem Zentralen Nervensystem (ZNS) zu mobilisieren. Dies ist aufgrund der Blut-Hirn-Schranke eigentlich so gut wie unmöglich! Im Prinzip gibt es nur ganz wenige Substanzen, die dazu tatsächlich in der Lage sind. Ein anderes Problem besteht darin, dass Chelatbildner nicht nur giftige Substanzen eliminieren, sondern auch durchaus nützliche wie z.B. Kupfer oder Zink. Letztendlich ist es die fachliche Qualifikation und die persönliche Erfahrung des Therapeuten in der Praxis, die zur möglichst optimalen Lösung führt.

Quecksilberallergie
Ob eine Quecksilberallergie vorliegt, kann mittels eines herkömmlichen Immuntests ermittels werden. Ergibt dieser keinen Befund, dann sollte bei Verdacht an eine spezielle immunologische Untersuchung gedacht werden, bei der die Sensibilisierung bestimmter Blutzellen gegen Quecksilber – aber auch gegen andere Amalgambestandteile – untersucht wird.

Ausleitung von Quecksilber
Die Ausleitung von Quecksilber aus dem Körper erfordert eine gewisses Quantum an Erfahrung. Ganz sicher ist diese Therapie keine Behandlung „von der Stange“, denn es müssen viele verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, z.B. der Mineral- und Spurenelementstatus, die allergische Komponente, der Säure-Basen-Haushalt usw. Falls noch Amalgamfüllungen im Mund vorliegen, dann hat das entscheidende Bedeutung für die Auswahl des Chelatbildners. Ausserdem kann eine Koordination der Arbeit von Zahnarzt und Therapeut für den Betroffenen äußerst hilfreich sein.




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